Aktuelles aus der Betrieblichen Kranken­ver­si­che­rung


Onlineberatung

Gern führen wir auch eine Onlineberatung durch, um persönliche Kontakte auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Sie benötigen lediglich einen Computer und ein Telefon.


Veröffentlichung der Finanzverwaltung

Die Finanzverwaltung hat beschlossen, die BFH-Entscheidung aus 2108, dass Beiträge des Arbeitgebers für eine Zusatzkrankenversicherung Sachbezug sind, im Bundessteuerblatt Teil II zu veröffentlichen.

Damit sind die Prämien für die betriebliche Kranken­ver­si­che­rung sowohl für den Arbeitgeber und auch den Arbeitnehmer, unter Einhaltung der Freigrenze von € 44 pro Arbeitnehmer (§ 8 Abs. 2 Satz
11 EStG), steuer- und sozialabgabebfrei!

 

 


Rückruf-Wunsch

Rück­ruf-Wunsch

Wie sind Sie am besten erreichbar:
Termin vereinbaren

Termin ver­ein­baren

Sie wün­schen:


Urteil vom BFH zur Betrieblichen Kranken­ver­si­che­rung

Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) 2018 in zwei Fällen entschieden. Danach ist für die Abgrenzung von Bar- und Sachlohn der auf Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen zu ermittelnde Rechtsgrund des Zuflusses entscheidend.

BFH: Leistungszusage ist steuerbegünstigter Sachbezug

Im ersten Fall schloss der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für die Mitarbeiter des Unternehmens bei zwei Versicherungen (Gruppen-)Zusatzkrankenversicherungen für Vorsorgeuntersuchungen, stationäre Zusatzleistungen sowie Zahnersatz ab. Die für den Versicherungsschutz vom Arbeitgeber gezahlten monatlichen Beträge blieben unter der 44-Euro-Freigrenze. Der BFH bestätigte das Vorliegen von Sachlohn und damit im Ergebnis die Steuer- und Beitragsfreiheit der Beiträge; dies ergibt sich, weil der Arbeitgeber hier eine konkrete Leistung zusagt. 

betriebliche Kranken­ver­si­che­rung-Beitragszusage ist steuerpflichtiger Barlohn

Im zweiten Fall informierte der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer in einem "Mitarbeiteraushang" darüber, ihnen zukünftig eine klassische betriebliche Kranken­ver­si­che­rung (bKV) über eine private Kranken­ver­si­che­rungsgesellschaft anbieten zu können. Daraufhin schlossen Mitarbeiter unmittelbar mit der Versicherungsgesellschaft private Zusatzkrankenversicherungsverträge ab. Die Versicherungsbeiträge wurden von den Mitarbeitern direkt an die Versicherung überwiesen. Hierfür erhielten sie monatliche Zuschüsse vom Arbeitgeber auf ihr Gehaltskonto ausgezahlt; diese betrugen weniger als 44 Euro monatlich.

betriebliche Kranken­ver­si­che­rung: Bundesfinanzhof weist auf Gestaltungsspielraum der Arbeitgeber hin

Der Bundesfinanzhof weist ausdrücklich auf die in den Urteilen zum Ausdruck kommende Gestaltungsfreiheit für die Arbeitgeber hin: Entscheidet sich der Arbeitgeber dafür, seinen Mitarbeitern - wie im ersten Fall - unmittelbar Versicherungsschutz zu gewähren, liegt begünstigter Sachlohn vor. Dann allerdings ist das Potenzial für weitere (steuerfreie) Sachbezüge angesichts der monatlichen Freigrenze von maximal 44 Euro eingeschränkt bzw. verbraucht. Jegliche Überschreitung der 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze führt zum vollständigen Wegfall der Steuerfreiheit.